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Die Seite für Euch! Fragen und Antworten...
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Fragen und Antworten
Schreibt Eure Frage per E-Mail
an Markus und Andrea - falls Sie ausgewählt wird, findet
ihr die Antwort bald hier.
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Hallo Andrea
Ich habe bei Dir ein Pferdekommunikationskurs im Round Pen besucht.
Ab und zu übe ich mit meinem Pflegepferd diese Kommunikation
zu verbessern. Zur Zeit klappt das Belohnen nicht mehr richtig. Sobald
ich mich zur Belohnung abdrehe, fühlt er sich von mir eingeladen
und kommt nach innen. Habe schon versucht mich nur ganz kurz abzudrehen,
aber dann ist er natürlich auch schon ein bis zwei Schritte näher
bei mir. Das Ganze wird dann einwenig hektisch und ich glaube ich
verwirre ihn, wenn ich ihn immer wieder nach draussen schicken muss.
Was mache ich falsch? Oder gibt es noch eine andere Methode das Pferd
zu belohnen?
Hallo!
Oft hängt es mit der Art und Weise des Abdrehens zusammen, achte
darauf, dass Du Dich schnell und entschlossen abwendest, wenn es nett
und langsam ist, ist es eher eine Einladung zum Folgen. Wenn Du Dich
abwendest, dann schau über Deine Schulter, lass während
der Belohnung Dein Pferd nicht aus den Augen (natürlich so, dass
es nicht als Druck wirkt, aber dass Du in jeder Sekunde genau weisst,
was es macht -> übrigens ein Sicherheitshinweis!). So merkst
Du frühzeitig, ob er Dein Abwenden als Einladung annimmt und
kannst das auch frühzeitig korrigieren, indem Du Dich schnell
wieder dem Pferd zuwendest und es scharf anschaust und mit Deiner
Körperhaltung/evtl. Stimme stoppst. Du hast auch recht, für
die Pferde wird es auch nervig, wenn Du ihn von der Mitte immer wieder
ganz rausschicken musst, resp. die Motvation geht verloren. Manchmal
hilft es auch, beim Belohnen sich nicht nur abzuwenden, sondern auch
ein paar Schritte vom Pferd wegzumachen. (denk dran: aus dem Augenwinkel
Dein Pferd beobachten!). Korrekt bei solchen "Reinläufern"
ist auch Deine Idee, Dich nur kurz abzuwenden und dann dem Pferd gleich
den nächsten Auftrag zu geben. Sollte aber nicht gehetzt werden.
Probier doch mal aus und gib mir gerne Rückmeldung, wies geklappt
hat. Wir können gerne auch deswegen telefonieren.
Liebe Grüsse
Andrea
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| Frage: Kann ich
mit meinem Pferd gebisslos ins Gelände reiten, oder muss das
Pferd dazu speziell ausgebildet sein?
Das Reiten ohne Gebiss wird in der konventionellen
Reiterszene gemeinhin als "exotisch", manchmal sogar als
"leichtsinnig" angesehen. Der einzige Unterschied zum
Reiten mit Gebiss besteht darin, das das Pferd kein Gebiss trägt.
Im Grunde sollte man jedes gut ausgebildete Pferd gebisslos reiten
können, denn bekanntlich lenkt der Reiter ein Pferd nicht mit
Gewalt, sondern mit Gefühl und Technik. Ist dies nicht möglich,
liegt das an einer mangelhaften Ausbildung. Wichtig beim gebisslosen
Reiten ist eine absolut solide Grundausbildung, die auf Vertrauen
zwischen Mensch und Pferd basiert. Ein Pferd, das man gebisslos
reiten will, muss also unbedingt in jeder Situation auf die Reiterhilfen
reagieren und seinem Reiter vertrauen. Dazu gehört aber auch
ein erfahrener, ruhiger Reiter, der so weit ausgebildet ist, dass
er sein Pferd auch mit Schenkel- und Gewichtshilfen sauber reiten
kann.
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| Bin ich versichert,
wenn ich mit meinem eigenen Pferd gebisslos im Gelände reite?
Ja, es gibt einige Versicherungen, die das
gebisslose Reiten in ihren Richtlinien vermerkt haben, z.B. die
Uelzener Versicherung
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| Was unterscheidet
Indianisches Reiten vom englischen Reiten
Das Indianische Reiten ist in die Kategorie des
"Signalreitens" einzuordnen. Dem Pferd werden nur wenn
nötig möglichst kleine Signale oder Impulse gegeben, sei
es zur Richtungs- oder Tempoänderung. Im englischen Reiten
hingegen legt der Reiter oft bei jedem Schritt des Pferdes seinen
Schenkel an ohne sich zu überlegen oder zu fühlen, ob
es nötig ist oder nicht. Durch den sich ständig wiederholenden
Impuls stumpfen Pferde relativ schnell ab (= die Reizschwelle erhöht
sich). Der Reiter versucht dann z.B. mit Sporen einen stärkeren
Reiz zu setzen.
Ein Grundsatz in der Reitausbildung heisst: so wenig wie möglich,
aber so viel wie nötig. Beim Indianischen Reiten und in der
Horsemanship wird der angewandte Druck in 4 Energiestufen unterteilt.
Im englischen Reiten gibt es kein solches Druckstufenmodell.
Beim Indianischen Reiten wird auf Hilfsmittel wie Sporen oder Ausbindezügel
verzichtet.
Beim Indianischen Reiten spielt eine gute Beziehung zum Pferd eine
wichtige Rolle. Beim englischen Reiten (und immer mehr beim Westernreiten)
wird leider immer noch das Pferd als Sportgerät gesehen, das
man bei Gebrauch hervorholt und danach wieder in die "Ecke
stellen kann".
Beim Indianischen Reiten wird die Grundlage für eine gute Beziehung
am Boden gelegt. Z.B. durch die Kommunikation mit dem Pferd im Round
Pen. Beim englischen Reiten gibt es keine Ausbildungsmethoden am
Boden, die für eine Beziehung zum Pferd bewusst förderlich
sind.
Wir vertreten den Grundsatz, dass jedes Pferd im Prinzip ohne Trense
geritten werden kann. Englisch Reiter meinen oft immer noch, dazu
müsste das Pferd mit Medikamenten ruhiggestellt werden, oder
man kann das nur auf einem weiten Feld machen für den Fall
dass
Viele englisch Reiter trauen sich nicht, ihr Pferd gebisslos
zu reiten oder mit einem Halsring (nur auf dem Platz). Viele englisch
Reiter haben Angst vor ihrem Pferd und unternehmen nichts um die
Angst loszuwerden.
Ich bin mir bewusst, dass ich hier zwei Extreme
beschrieben habe und nicht jeder Reiter gleich ist, egal welchem
Reitstil er sich verschrieben hat. Es soll nicht wertend sein. Es
ist wie es ist. Allerdings ist die Bereitschaft Bodenarbeitkurse
zu besuchen unter den englisch Reitern immer noch relativ gering.
Zeigt uns, dass wir Unrecht haben!!
Literaturhinweise:
Philipp Karl "Die Irrwege der modernen Dressurreiterei"
Cadmos Verlag
Robert Cook: Is the bit really so cruel? hier
downloaden (in englisch)
Robert Cook: Tradition or sience hier
downloaden (in englisch)
Robert Cook: häufige Fragen hier
downloaden (in englisch)
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Wieviel Zügelzug
spürt ein Pferd mit einer Trense?
Preuschoff und Lesch (1995) haben berechnet, dass ein Pferd mit einer
gebrochenen Trense, die ordentlich der Breite des Maules entspricht,
auf der Kieferschleimhaut das 1.5- bis 2- fache der Zügelkraft
spürt. Wenn die Trense zu breit ist, dann wird am Kiefer das
bis zu 4-fache des Zügelzuges als Druckkraft wirksam. Doppelt
gebrochene Gebisse lassen nach dieser Studio die Kräfte noch
mehr anwachsen.
Preuschoff:"Am Kandarengebiss setzt sich der Zug der Kinnkette
mit der Zügelkraft der Resultierenden zusammen, was ungefähr
das 8-fache der Zügelkraft ausmacht.
Die meisten gebisslosen Zäumungen pressen dem
Pferd Ober- und Unterkiefer zusammen. Am Meroth-Reithhalfter geschieht
das nach Art des Flaschenzuges. Die auf die Ringe wirkende Kraft
ist etwa zweimal so gross wie die Zügelkraft. Das Nasenband
wirkt dann mit der Kraft beider Seiten, also der vierfachen Zügelkraft,
auf die Nase. An der mechanischen Hackamore werden durch den langen
Hebelarme der Bäume und die kurzen Hebelarme der Nasen- und
Kinnbänder die Zügelkräfte um etwa das vier-bis fünffache
verstärkt. Ohne Kraftverstärkung kommt das Bosal aus."
Oder das Rai-bändele, Anm. von Markus
Literatur: Eisen im Pferdemaul S.24 &
25 (Robert Cook/Hiltrud Strasser 2003 Knirsch Verlag)
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| Kann ich mit 50
Jahren noch reiten lernen?
Es ist nie zu spät
die älteste Reitanfängerin
war 68 Jahre alt/jung!
Wir haben festgestellt, dass das Alter nicht eine Frage des Körpers
sondern des Geistes ist. Schon 30 Jährige können steinalt
sein und bleiben auf ihrem Standpunkt stehen.Aber wer auf dem Standpunkt
stehen bleibt, geht nicht mehr weiter
!
Wir haben ein spezielles Reitprogramm für
über 50 Jährige entwickelt. Hier
können Sie es downloaden.
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| Ich habe so viele
Bücher gelesen und noch immer klappt es mit meinem Pferd nicht
im Round Pen. Ist das normal?
Ja. Kein Buch kann einen Kurs ersetzen. Nur
unter der Anleitung eines guten Trainers kann ein Anfänger
gute Fortschritte erzielen. Der Trainer sieht die Fehler und kann
sie bewusst machen und Lösungen aufzeigen.
Tipp: wer keinen Trainer hat kann eine Videokamera einsetzen und
sich selbst bei der Arbeit aufnehmen und sich danach analysieren!
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| Kommt ihr auch
mal zu mir, damit ihr mit meinem Pferd arbeiten könnt?
Wir gehen grundsätzlich überall hin, wo
wir gerufen werden. Wir versuchen das mit anderen Terminen zu vereinbaren.
Anfragen am besten per Email.
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Was muss ich tun,
damit ihr beim mir einen Kurs abhaltet oder Privatstunden gebt?
a) Uns ein Wunschdatum schreiben
b) den Platz (Roundpen oder Reitplatz) zur Verfügung stellen
Hier können Sie die Kursinfos
für Organisatoren downloaden.
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Ich habe kein
eigenes Pferd. Kann ich trotzdem an einem Kurs von Euch teilnehmen?
Ja. Die Kurse sind so aufgebaut, dass man sich die Arbeit mit dem
Pferd teilen kann.
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| Kann ich zuerst
an einem Fortgeschrittenekurs und danach am Grundkurs teilnehmen?
Ich kann nicht mehr warten
!
Es freut uns, wenn die Leute nicht mehr warten
können. Aber es macht logischerweise Sinn zuerst den Grundkurs
zu besuchen. Es wäre nicht fair gegenüber den anderen
Teilnehmern, sie würden zu viel Zeit verlieren.
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aber eine
Islandpferdetrainerin sagte mir jetzt, dass es bei Isis nicht so den
gewünschten Erfolg hat wie bei Großpferden, Isis seien
auch viel unabhängiger und bräuchten nicht so die Führung
wie die anderen Rassen, aufgrund rauher Herkunft usw.... Nichtsdestotrotz
läuft es ganz gut, nur die Innenwendung will nicht funktionieren.
Walzer (Name geändert) war auch erst über das belohnende
Abwenden so erstaunt dass er jedesmal stehenblieb und mich fragen
anschaute als ich dann wieder zu ihm guckte, war ihm nicht ganz geheuer.
Was ist Ihr Kommentar dazu? Schreiben
Sie an markus@fincaverde.com
Die Antworten finden Sie dann hier.
Antwort von Ursula Mazenauer:
Im Rahmen meiner Ausbildung zum therapeutischen Reiten habe ich
die Reitkurse mit Isis gemacht auf dem Wiesenhof/DE bei Helga Podlech.
Sie ist eine der bekanntesten Züchterin und erfolgreiche Reiterin
von Islandpferden. Auf ihrem Gestüt gibt es über 300 Isländer,
von Schulpferden bis zum Fohlen und Alterspferde. Auch solche die
an Weltmeisterschaften geschickt werden und sehr gute erfolge vorweisen
können.
Während 3 mal 1 Woche besuchte ich dieses Gestüt und habe
u.a. einen 3 tägigen Kurs in der Freiheitsdressur mitgemacht.
Freiheitsdressur bedeutet einfach Kommunikation mit dem Pferd und
zwar im Round Pen. Für Frau Podlech ist dies ein wichtiges
Element in der Arbeit mit ihren Isländern und nicht wegzudenken
für alle Pferde. Jungpferde, Schulpferde, ihre Dressur und
Zuchtpferde, Rekonvaleszente.
Dies sind wie gesagt meine Erfahrungen in den Kursen die ich bei
Helga Podlech gemacht habe. Persönlich denke ich, dass die
Pferdesprache und/ oder ihre Kommunikation mit- und untereinander
(bei gesunder und artgerechter Haltung) gleich ist. Bei ihnen geht
es um Dominanzklärung und die Einhaltung der Rangordnung und
diese Sprache ist bei allen Pferden diesselbe. Da kommt es nicht
auf die Rasse an. Kein Pferd denkt über das andere Pferd: "das
ist ja ein Isländer, ein Haflinger, ein Araber"
etc.
Antwort von Daniela Unger:
Ich habe im Round Pen mit meiner Isländerstute
nur sehr gute Erfahrungen gemacht! Sie war für mich am Anfang
sehr schwierig zum reiten u. führen, da sie immer die Führung
übernehmen wollte. Im Round Pen konnte ich ihr zeigen, wer
hier der Chef ist u. so wurde für mich in der ersten Zeit der
Round Pen eine wichtige Erfahrung! Ich sehe das nicht so, daß
der Round Pen nur für Großpferde geeignet ist.
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